Antonia Locher
Kunsttherapeutin - Heilpraktikerin für Psychotherapie - Freischaffende Künstlerin

28.04.2021

Es ist gerade leer in mir,
obwohl ich mich voll und vollständig gefüllt und geführt von Maria fühle.
Es fehlen mir Worte, dies auszudrücken,
es fehlen mir Bilder, die davon sprechen,
es fällt mir so schwer,
die Fülle zu transportieren.

Manchmal geht es uns so, wenn wir den Kontakt zu unserem Inneren Kind verloren haben,
dann spüren wir nicht mehr, wo wir verletzt sind,
an was wir gerade erschöpft oder ermüdet sind,
wir spüren nicht, was wir brauchen an Nahrung und Fürsorge,
um die Leere in uns wieder zu füllen.


Frage des Inneren Kindes an Maria:

„Wie kann ich wieder gehört und gesehen werden, was braucht es, um wieder Aufmerksamkeit zu bekommen und angenommen zu werden, in den Arm genommen zu werden, da sein zu dürfen?“

 


 Maria
gefühlte Leere
was braucht es
dass du dich zeigst
Kind


Ich
in mir
spüre das Kind
in seiner ganzen Präsenz
Maria


Kind
sei willkommen
führe mich dorthin
wo ich Dich finde
verbunden



 

Wenn Du Kontakt aufnimmst zu Deinem Inneren Kind, es in den Arm nimmst, es fragst, was es braucht, es nährst und für es sorgst, nimmst Du gleichzeitig Kontakt auf mit Deiner Inneren Stärke, mit Deinem Talent, übersetzt „für was Du geboren bist“, zu dem, was durch Dich in die Welt kommen darf. Wenn wir diesen  Zugang nicht haben, fällt es uns schwer, uns selbst ins Leben zu bringen mit allem, was in uns heranwächst und geboren werden will.


Jedes Kind ist da, um sich zu entwickeln und es ist wichtig, dass wir das Kind für seine Entwicklung richtig ernähren.
Wir können unser Inneres Kind rehabilitieren, wieder zu uns nehmen, trösten - und das können nur wir selbst!

Dafür brauchen wir immer eine somatische Kräftigung.
Diese können wir unter anderem im kreativen Prozess erfahren.
 


Heute habe ich für Dich dazu folgende Rituelle Handlung
„Brot  für das Kind“

Du wirst dabei einen Raum öffnen, in dem Du Dein Inneres Kind empfängst:

Nimm Dir einige Stunden den Raum und die Zeit, in der Du ganz alleine in Deinem Wohnraum  bist, und auch nicht über Medien erreichbar bist.
Gehe dann Getreide, Mehl, Körner, Kräuter kaufen und sammeln, die Du gerne verwenden möchtest, um ein Brot zu backen -
begib Dich auf den Weg dafür!
Wenn Du wieder zu Hause bist, mörsere Dein Getreide und Deine Kräuter für das Brot (du kannst natürlich auch fertiges Mehl kaufen und verwenden).
Aus Deinen vorbereiteten Zutaten backst Du dann ein Brot, verwende gerne Hefe dazu.
Dieses Brot ist die Nahrung für Dein Inneres Kind – nimm Dir Zeit dazu.

Solange das Brot im Ofen ist, darfst Du den Tisch decken – für Dich und für die Person, die kommen wird, wenn es zu Tische geht.
Dekoriere den Tisch dazu so, wie Du möchtest und es gut für Dich ist.

Dann darfst Du in steigendem Maße erwarten – das Kind,
dabei werden und dürfen Emotionen geschehen.

Du wirst genau wissen/spüren, wenn es eintritt...

...und dann esst ihr das Brot zusammen.

Sei neugierig und lausche und nehme wahr, was Dir entgegen kommt – mehr musst Du gar nicht tun.

Du wirst auch wissen, wann das Kind wieder geht und was es davor noch von Dir braucht.


Schreibe über diese Begegnung danach eine Geschichte, Deine Geschichte.
Oder male ein Bild zu dieser Begegnung, mit allem, was für Dich wesentlich war, und es darf intuitiv, kindlich und naiv sein, denn naiv heißt übersetzt „neu geboren“.
(Quelle: Jens Drescher, Kunst und Kommunikation)


Ernährung mit dem Laib Brot für den Leib – für Körper, Geist und Seele:

Unser Somatisches reagiert auf Zeremonien; wir bilden bei diesem Ritual im Somatischen einen Raum, um das Innere Kind in uns zu erlauben, um wieder Kontakt mit ihm aufnehmen zu können.



 „Hallo, meine Kleine,
schön, dass du da bis,
wie geht es dir.
Ich lausche deinen Träumen,
deinen Sehnsüchten,
deinen Plänen .

Was hast du heute gemacht,
ich bin so interessiert daran,
was dich bewegt.
Erzähle mir von deiner Weite und von deiner Enge,
erzähle mir von deiner Freude und deinem Schmerz,
erzähle mir von deiner Leichtigkeit und deiner Schwere -
erzähle mir von deinem Sein,
dass ich dich erkenne in deiner ganzen Gestalt.

Erzähle mir von deinem Kleinsein,
dass ich spüren kann,
wie du bist.
Lass uns zusammen den Raum erweitern,
in dem du ankommen, dich wohlfühlen,
dich entwickeln und groß werden kannst.

Ich möchte dich verstehen,
und dich in meinem Innern spüren,
dass du im Außen wirken kannst.

Schön, dass du da bist,
mit deinem Talent,
mit deiner Gabe,
mit allem, was du bist.